Leider gibt es bislang keine wirksamen Mittel gegen PSP selbst. Aber man versucht, mit Medikamenten wenigstens die Symptome zu lindern. Manchmal helfen Anti-Parkinson-Mittel ein wenig bei Gleichgewichtsproblemen, Bewegungsstörungen bzw. Steifheit. Bei einigen Medikamenten (z.B. gegen Depression) hat man zufälligerweise festgestellt, dass sie manchmal eine Besserung bei PSP hervorrufen.
Eine Injektionsbehandlung mit Botulinumtoxin hilft bei Problemen mit den Augenlidern. Bei Bindehautreizungen, die bei zu seltenem Lidschlag eintreten, helfen künstliche Tränen (Augentropfen).
Gegen die Probleme beim Sehen, Sprechen und Schlucken gibt es bisher kein wirksames Mittel. Deswegen spielt die nicht-medikamentöse Behandlung bei PSP eine ganz wichtige Rolle. Menschen mit PSP neigen aufgrund der Gleichgewichts- und Sehprobleme sehr zu Stürzen. Ein Rollator (ein Metallgestell mit Rädern, an dem man sich festhalten kann) kann helfen, Stürze zu verhindern. Ein Rollstuhl verschafft Unabhängigkeit! Damit können sich PSP-Betroffene trotz ihrer Probleme einigermaßen unabhängig bewegen.
Die Sehprobleme sollten mit Brillen gemildert werden. Regelmäßige(!) Logopädie (Sprechtherapie) und Physiotherapie helfen beim Aufrechterhalten und Stabilisieren der Sprech- und Bewegungsfähigkeiten. Im Falle von massiven Schluckproblemen hilft ein operativer Eingriff, der die Nahrungsaufnahme vom Schlucken abkoppelt.
PSP ist eine Krankheit, die eine sehr durchdachte und sorgfältige Behandlung benötigt. Vor allem aber müssen die Betroffenen und ihre Angehörigen diese Krankheit tagtäglich sehr gut managen! Denn obwohl die durchschnittliche Lebenserwartung nur 6-8 Jahre nach Auftreten der ersten Symptome beträgt, stirbt man nicht an PSP, sondern an Stürzen und anderen sekundären Schädigungen. Es gibt viele PSP-Patienten, die (mit Hilfe ihrer Angehörigen) ihre Krankheit so gut im Griff haben, dass sie 70 und weit darüber werden.
Quellen: